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Es sollen Beobachtungen mitgeteilt werden, die ich während der psychoanalytischen Behandlung eines erstmalig an Schizophrenie erkrankten Mädchens am weiblichen Pflegepersonal einer geschlossenen, unruhigen Abteilung machen konnte. Anlaß zu diesen Beobachtungen war, daß mit Beginn der analytischen Behandlung bestimmte, später genauer zu beschreibende, Geschehnisse eintraten, die das herkömmliche Beziehungsfeld zwischen Arzt—Patient—Pflegepersonal unter Spannung setzten und seine traditionelle Form rasch veränderten. Da die Beobachtung eines Gegenstandes in einem dynamischen Feld nur dann Aussichten auf einige Objektivität haben kann, wenn der Beobachter die wirkenden Kräfte in seine Untersuchung mit einbezieht, sah ich mich gezwungen, das Instrument der analytischen Technik über die bei der Neurosentherapie übliche Anwendungsform (Beobachtung einer dynamischen Zweierbeziehung) hinaus auf die Einbeziehung der Schwestern und des dadurch entstehenden dynamischen Dreiecks einzurichten.
Nur so konnte ich mein Ziel, mit einer bestimmten Methode nach den für die Ätiologie dieses Krankheitsfalles relevanten Faktoren zu forschen, realisieren. (Die Behandlung wurde in der Absicht unternommen, sie unter der heuristischen Hypothese, Psychosen sind seelisch bedingte Störungen1, die mit Hilfe der analytischen Technik in ihrer Dynamik isoliert und auf verstehbare Inhalte zurückgeführt werden können, durchzuführen.) Es ist verständlich, daß dieser ätiologische Ansatz nicht nur dem Wissenschaftler näher liegt, sondern auch dem Arzt mehr verspricht als die bloße Herbeiführung einer symptomatischen Besserung.
Der Grund für die Entstehung dieses komplizierten dynamischen Dreiecks lag in Besonderheiten des Krankheitsfalles: die Patientin mußte zeitweise durch Fixierungen vor Selbst- und Fremdbeschädigung bewahrt, gewaschen