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In der Einführung des Kuratoriums des C. G. Jung-Institutes, Zürich, heißt es, nach der Vortragsreihe „Die Angst“ (vgl. unsere Besprechung in Psyche XIII 1959/60, S. 818-824) sei es folgerichtig erschienen, „Das Böse“ als Thema des nächsten Vortragszyklus zu wählen, „stellt es doch jenen menschlichen Problemkreis dar, der als bedrohlicher Hintergrund zur Entstehung der Angst grundsätzlich beiträgt“. Niemand, der Mut zur Aufrichtigkeit habe, werde leugnen, daß das Böse eine Wirklichkeit sei, mit der wir täglich zu tun und zu rechnen hätten (S. 7). Dieser Wirklichkeit Rechnung zu tragen, sich ihr konsequenter zu konfrontieren, muß nach Meinung des Ref. als ein Grundverdienst der Anthropologie C. G. Jungs angesehen werden.
Der Band beginnt mit einem Beitrag von K. Kerényi: „Das Problem des Bösen in der Mythologie.“ „Die Aufteilung der Welt in Gut und Böse ist in dieser Verallgemeinerung und Verabsolutierung ein philosophischer Akt“, heißt es dort bei der thematischen Musterung mythologischer Darstellungen (S. 18). „Das Gute an sich“ und „das Böse an sich“ steht gar nicht so fest; „politische Systeme maßen sich das Recht an, in jeder bestimmten Situation — wahrhaft ad hoc — zu bestimmen, was gut und was böse sei“. „Der urmythologische Typ, dessen äußerste Abwandlung in der Richtung des Bösen Loki darstellt, ist der göttliche Schelm, der Unordnungsstifter, ja ein Stück Unordnung in jeder Ordnung, nicht durchwegs teuflisch, doch keineswegs moralisch, mit Eigenschaften,