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Nachdem auch die 3. Auflage der — in spanischer Sprache ersten und auch bahnbrechenden — „Patología Psicosomática“ (, ) vergriffen ist, wird der spanische Leser mit um so mehr Neugierde dieses neue Werk des wohl belesensten und auch in Deutschland nicht unbekannten „Tiefenarztes“ lesen, der sich zumal auch als ein perfekter „literary gentleman“ ausweist. Das ebenso vielseitige wie inhaltsvolle Buch führt eine Tradition weiter, die durch Marañón begründet wurde, dessen Andenken es im übrigen gewidmet ist; nur tut Rof dies mit wesentlich breiterer und zugleich tieferer Information und mit einem besser abwägenden Sinn für Synthese. In der Gestalttheorie nicht weniger bewandert als in der Soziologie und der Psychosomatik, geht Rof den von Martin Buber und Hans Trüb gewiesenen Weg der „Begegnung“ zu einer „dialogischen Medizin“ weiter, indem er sich zur gleichen Zeit von den zwei bedeutendsten Ortega-Schülern: dem Medizinhistoriker Lain Entralgo und dem Philosophen Xavier Zubiri ebenfalls befruchten läßt. Die im Vorwort angeführten Namen nicht-spanischer Gelehrter geben Aufschluß über Rofs geistige Orientierung: es werden an erster Stelle Gustav Bally, der Anatom Cecil P. Martin (Montreal) und der Zoologe Kortlandt genannt. Weiter der Neurophysiologe Pribram, die Psychoanalytiker Spitz, Balint, Kubie und Benedetti, der amerikanische Psychiater Lidz, um mit Ehrenzweig, dem Verf. einer „interessanten, jedoch ebenso diskutablen Theorie der unbewußten Wahrnehmungen“ zu schließen.
Teil I ist der „Dialogischen Medizin“ gewidmet. In Teil II wird das im Titel des Buches angekündigte Thema dann eingehender behandelt, wobei „urdimbre“ im Spanischen ein — besonders seit dem Stilkünstler Ortega — viel feiner gesponnener Begriff ist, als das deutsche Wort „Webkette“. Verf. spart auch mit Neologismen nicht (so z. B. nurtura). Er wartet auch mit einem eigenen, Kubies Schema korrigierenden Schema des Vorbewußten auf (S. 284), indem er es um gestaltpsychologische Aspekte bereichert: zw