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Verf. ist besonders dazu qualifiziert, ein Buch über die destruktiven Handlungen des Menschen wie der „Masse“ Mensch zu schreiben, da er selbst ein Opfer des Krieges und der Besetzung in seinem Heimatlande (Holland) war und nur knapp dem Tode entging. Ausgebildet als ein wissenschaftlicher Beobachter war er um so besser imstande, menschliches Elend und Selbstzerstörung zu studieren, besonders an Hand von Interviews mit Überlebenden aus verschiedenen Konzentrationslagern.
Einige der Kapitel sind rein theoretisch und psychodynamisch angelegt. U. a. habe ich selten ein prägnanteres Kapitel (nur 4 Seiten) wie das über die „Verschiedenen Ansichten über den Selbstmord“ gelesen. In seinem Kapitel über die verschiedenen Gründe für den Selbstmord glaubt der Verfasser vier herauszufinden: 1. Etwa 10% haben gar keine Gründe. Diese Selbstmorde sind „impulsiv“ begangen, gewöhnlich bei Alkoholikern und geistig gestörten Personen. 2. 25% gehören den emotional gestörten Menschen an, die den Selbstmord als „Gerechtigkeit“ bezeichnen, oder sonst andere „Gründe angeben“ könnten. 3. 40% begehen Selbstmord in impulsiver Weise im Zustand starker affektiver Erregung (Schmerz, Depression, Schamgefühl, oder das Gefühl einer Niederlage), sind aber nicht psychotisch. Und 4. 25% töten sich, nachdem sie alles genau durchgedacht haben.
In den anderen Kapiteln sind biologische und physiologische Faktoren erwähnt, die Art des Selbstmordes (u. a. hara-kiri und kamikaze), Statistiken über den Selbstmord (naturgemäß nicht vollständig), und ein Schlußkapitel über „social handling“ des Selbstmords. Die Literaturhinweise sind ebenfalls kurz, erwähnen aber das Wichtigste des Materials, auf das Meerloo sich stützt. Alle Hinweise beziehen sich auf die psychoanalytische Literatur.