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Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um die Übersetzung des 1950 in New York erschienenen und in Fachkreisen bekannten Buches „The human Group“. Das Thema „Gruppe“ wird von einem Soziologen bearbeitet, was in dem Vorstellungsbereich, aus dem bestimmte Gedanken formuliert werden, in der Begriffssprache und der angewandten Methode zum Ausdruck kommt. Die Ergebnisse dieser Studie werfen Fragen auf, deren Diskussion über den soziologischen Rahmen hinausgeht und noch zu keinem Ende geführt hat. Der Verf. spricht diese Tatsache im Beginn seines 18. Kapitels selbst an: „Tatsächlich werden wir eher Fragen aufwerfen als sie zu beantworten, sind wir doch einer Beantwortung gar nicht fähig. Aber das Kapitel entläßt uns nicht von der Arbeit, und wir machen niemals ein Ende, sondern immer nur einen neuen Anfang.“ Diese Feststellung ist zwar nur für den soziologischen Forschungsraum bestimmt, speziell im Hinblick auf das Ziel des Verfassers, einen Anfang zu einer allgemeinen Theorie sozialen Verhaltens zu schaffen, gilt aber zwangsläufig auch für nichtsoziologische Betrachtungsweisen der Gruppe, z. B. psychologische und psychoanalytische.
Der soziologische Gesichtspunkt wurde in einem Vorwort von Bernard de Voto und einer Einführung von Robert K. Merton anerkennend gewürdigt. Zu Beginn seiner Einführung stellt Merton fest, daß das Interesse an kleinen Gruppen vor ca. 10 Jahren eine Wiedergeburt erlebt hat, nicht zuletzt durch Zuflüsse aus verschiedenen Denkrichtungen u. a. auch der Freudschen Theorie der zwischenmenschlichen Beziehungen. In Deutschland hat diese Entwicklung offenbar viel später eingesetzt, nach dem Intervall bis zum Erscheinen der deutschen Auflage würde man 10 Jahre vermuten. Wir wollen versuchen, unser Interesse an diesem Buch als Nichtsoziologen zu dokumentieren.
Es beginnt nicht mit dem zu bearbeitenden Stoff, auch nicht mit einer auf ihn hinzielenden Theorie, sondern mit den Problemen einer Theoriebildung überhaupt. In origineller und sympathisch eigenw