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Fortsetzung
II. KAPITEL
Übertragung und Widerstand
Verdrängung und Hemmung
Hemmung und Gehemmtheit
Das Antriebserleben und seine Hemmung
Das Hemmende am Vorgang der Hemmung
Das Unbewußte und die Haltung
Was ist Psychoanalyse? Man darf ohne Zögern mit Freud sagen: „Die psychoanalytische Theorie ist ein Versuch, zwei Erfahrungen verständlich zu machen, die sich in auffälliger und unerwarteter Weise bei dem Versuche ergeben, die Leidenssymptome eines Neurotikers auf ihre Quellen in seiner Lebensgeschichte zurückzuführen: die Tatsache der Übertragung und die des Widerstandes. Jede Forschungsrichtung, welche diese beiden Tatsachen anerkennt und sie zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit nimmt, darf sich Psychoanalyse heißen, auch wenn sie zu anderen Ergebnissen als den meinigen gelangt“ (1914, S. 54). Einige Jahre später hat Freud eine Reihe von „Grundpfeilern“ der psychoanalytischen Theorie als unerläßlich für die Erklärung dieser Erfahrung markiert: die Annahme unbewußter seelischer Vorgänge, die Anerkennung der Lehre vom Widerstand und von der Verdrängung, die Einschätzung der Sexualität und des Ödipuskomplexes und die Wichtigkeit von Kindheitserlebnissen (1923a, S. 223 und 1925b, S. 65). Von früh an war die Verdrängung, als Pendant des Widerstandes, „auf legitime Weise als theoretischer Extrakt aus unbestimmt vielen Erfahrungen gewonnen“ (Freud, 1914, S. 55, vom Ref. hervorgehoben).
Ich werde nun Schultz-Henckes Auffassung über diese Grundpfeiler der Psychoanalyse diskutieren. Die Erörterung wird von den allgemeinen technischen Prinzipien (Z.B. Übertragung) und theoretischen Begriffen (z.B. Verdrängung) von weitester Signifikanz zu spezielleren Problemen führen. Der Übersicht wegen werde ich jeden Abschnitt unter ein besonderes Thema stellen.