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In einer Arbeit, die im Jahre 1960 in dänischer Sprache veröffentlicht wurde, habe ich, ausgehend von einer Kasuistik, die Bedeutung des Verfolgers in dem paranoid-persekutorischen Syndrom diskutiert. Ich möchte jetzt diese Arbeit weiterführen und verschiedene Probleme der paranoiden Symptombildung weiter bearbeiten. Zuerst will ich aber die wesentlichen Ergebnisse und Gesichtspunkte meines früheren Artikels kurz wiederholen.
Ich habe narzißtische Elemente im Erleben vom Verfolger des paranoiden Patienten hervorgehoben; Teile seiner eigenen Persönlichkeit sind auf den Verfolger projiziert, werden als etwas erlebt, das ihm selbst nicht zugehört. In der schon erwähnten Kasuistik ist mir ein Moment besonders interessant vorgekommen: Während einer Periode mit einer rapiden Entwicklung des psychotischen Prozesses projizierte der Patient, ein dreißigjähriger Mann, offenbar typisch psychotische Erlebnisse auf den Verfolger. Er erzählte, daß die Frau, die ihn verfolgte, glaube, daß der Weltuntergang nahe sei. Sie spreche auch davon, daß alles Sein in ihr vereinigt sei, und sie glaube, daß sie Jesus Christus sei.
Ganz typische schizophrene Erlebnisse wurden also vom Patienten als etwas registriert, das sich im Verfolger abspielte, und gleichzeitig erkannte er dies als eine Folge von Geisteskrankheit. Sie „hatte so viel Unsinn im Kopf“, „sie hat an Größenwahn gelitten“, „sie war geisteskrank, wahnsinnig, ganz ohne Selbstbeherrschung“.
Er fühlte sich also von einem geisteskranken Menschen verfolgt, und hier möchte ich annehmen, daß er sich gegen seine eigene Geisteskrankheit wehrte und versuchte, ihr zu entfliehen. In einem späteren Zeitpunkt seiner Krankheit gab er dieses paranoid-persekutorische System auf und fühlte sich nicht mehr von der Frau verfolgt. Gleichzeitig wurde es aber offenbar, daß die Psychose mehr Macht über seine Persönlichkeit gewann; sein Autismus nahm zu, und er gab sich ungehemmt seinen psych