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Das 1961 auf dem Internationalen Kongreß für Psychoanalyse in Edinburgh veranstaltete Symposion* wurde durch den Beitrag von Marie Langer, Buenos Aires, eröffnet.
In Nord- und Südamerika hat sich die Zahl derer, die eine psychoanalytische Ausbildung wünschen, seit dem zweiten Weltkrieg erheblich erhöht. Die Psychoanalyse als wirksame Therapie hat in diesen Ländern allgemeine Anerkennung gefunden. Das hatte zur Folge, daß sich mit dem Beruf des Psychoanalytikers Prestige und ökonomischer Erfolg verbanden. So ist also nicht nur die Zahl der um Ausbildung Ansuchenden größer, als die psychoanalytischen Institute aufnehmen können, sondern in der sozial anerkannten Situation dieses Berufs liegt auch die Gefahr, daß viele Bewerber aus Opportunismus oder neurotischen Karrierewünschen Psychoanalytiker werden wollen. Andrerseits bestimmen gewiß auch subjektive Faktoren die Auswahlkriterien. So haben auch die zur älteren Generation gehörenden Analytiker heute ganz andere berufliche Möglichkeiten als zu Beginn ihrer Laufbahn und könnten dazu neigen, sich selbst des Opportunismus zu bezichtigen, ein Selbstyorwurf, den sie gewiß gelegentlich auf den Nachwuchs projizieren.
Die Sorge darum, nicht wirklich begabte Nachfolger finden zu können, hängt nach Ansicht der Autorin mit dem Problem der Laienanalytiker zusammen. Wenn ausschließlich Mediziner zugelassen werden sollen, liegt dieser Beschränkung auf Seiten der älteren Analytiker ein zu großes Bedürfnis nach beruflicher Anerkennung und Sicherheit zugrunde. Die Vergangenheit habe gezeigt, daß nicht nur Mediziner für diesen Beruf hervorragende Begabungen aufzuweisen hatten. Ein besonders wichtiges Kriterium bei der Auswahl der künftigen Psychoanalytiker scheint der Autorin die leidenschaftliche Neigung für diesen Beruf zu sein, die ihn vom Opportunisten unterscheidet und die nicht nur aus Kontaktfähigkeit oder dem Wunsch zu helfen, sondern aus dem Wunsch nach Erkenntnis stammt.
Die für den Beruf des Analytikers, man könnte sagen, notwe