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Die Kommunikation mit seinen Mitmenschen ist eine der Grundtendenzen im Leben jedes Menschen. Beim Schizophrenen aber nimmt diese Aufgabe seine Kräfte in noch höherem Maße in Anspruch. Im Gegensatz zu seinen relativ gesunden Mitmenschen, die verläßliche Kommunikationswerkzeuge im verbalen wie averbalen Bereich besitzen, auf die sie vertrauensvoll zurückgreifen können, besitzt er solche zuverlässigen Fähigkeiten kaum oder gar nicht mehr. So erhält das wohl in jeder menschlichen Fähigkeit mitschwingende kommunikatorische Element bei ihm den Vorrang vor anderen Aspekten und Motiven des Verhaltens. Wenn überhaupt, so kann er nur selten „einfach“ essen, Spazierengehen, lesen, Musik hören oder irgend etwas tun, was ihn als unmittelbares, einem Selbstzweck dienendes Geschehen absorbiert. Statt dessen stellt sich für ihn alles in erster Linie als eine neue Front in dem unaufhörlichen Kampf um die Kommunikation mit anderen dar — oder manchmal auch als Schutz vor störender trügerischer Kommunikation mit der Umwelt — eine Front, an der letztlich ein Durchbruch erfolgen kann. Die folgenden Bemerkungen Rueschs, die sich zwar generell auf zwei Varianten der averbalen Sprache beziehen, treffen besonders auf den Schizophrenen zu; sie sind dagegen m. E. von geringer Bedeutung für Menschen, die verläßliche Kommunikationsformen entwickelt haben und es sich daher weitgehend leisten können, als subjektiv intakte Einheit „einfach zu leben“:
„… Handlungssprache umfaßt alle Bewegungen, die nicht ausschließlich als Signale verwandt werden. Handlungen wie Gehen und Trinken zum Beispiel haben eine doppelte Funktion. Einerseits dienen sie persönlichen Bedürfnissen, andererseits sind sie Aussagen für die, die sie wahrnehmen können. Unter Objektsprache versteht man jedes intentionale und nicht-intentionale Zeigen materieller Dinge wie Geräte, Maschinen, Kunstgegenstände, Architektur, und nicht zuletzt des menschlichen Körpers und seiner Kleidung …“ (12 a).
In dieser Arbeit will ich darlegen, was i