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Das Zweite Internationale Treffen der Jungschen Analytiker zeigte die große und positive Entwicklung, die seit dem ersten Kongreß im Jahre 1958 stattgefunden hat. Die Mitgliederzahl der Internationalen Gesellschaft (d. h. der praktizierenden Analytiker) ist seit 1958 von 170 auf 215 Mitglieder gestiegen, und das lebhafte Interesse drückte sich auch in der Zahl der Kongreßteilnehmer aus (193 gegen 151 des 1. Kongresses).
Um mehr Gelegenheiten für persönlichen Kontakt zu geben, hatte sich das Kongreßkomitee dazu entschlossen, für fünf Kongreßtage nur 17 Vorträge festzusetzen. Dies wirkte sich um so positiver aus, als der Kongreß unter dem Zeichen einer prinzipiellen und produktiven Auseinandersetzung zwischen den beiden Hauptrichtungen innerhalb der Jungschen Schule stand; die eine — hauptsächlich durch die Züricher Gruppe repräsentiert — mit dem Akzent auf dem geistigen und theoretischen Aspekt des Jungschen Werkes, die andere, deren Hauptrepräsentant die Londoner Gruppe darstellte, mit der Betonung auf der Erforschung der klinisch-praktischen Möglichkeiten. Diese Differenzierung hatte sich schon auf dem ersten Kongreß gezeigt, und die Themenstellung des zweiten Kongresses, die den Archetypus (und daneben den Heilfaktor in der analytischen Therapie) in den Mittelpunkt stellte, war aus der Absicht erwachsen, Gelegenheit zu einer deutlicheren Formulierung zu geben. Dieser Gedanke kam zum Ausdruck in der Eröffnungsansprache des Präsidenten, Franz Riklin (Zürich), der auf die Probleme hinwies, die sich notwendigerweise aus dem Kontakt der Analytischen Psychologie mit anderen Schulen und Theorien ergaben, so daß zu einer neuen Besinnung führende Treffen der Jungschen Analytiker immer wichtiger würden.
Vorträge wie die von Murray Jackson über „Symbolisierung und die wahnhafte Übertragung“, von Michael Fordham über „Die Theorie der Archetypen in ihrer Anwendung auf die kindliche Entwicklung“ oder von Laurie Hawkey über den „Therapeutischen Faktor in der Kinderanalyse“ zeigten