You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der amerikanische Hypnoseforscher Estabrooks (Colgate University), bekannt durch sein Buch „Hypnotism“ 1943, hat es unternommen, die auf einem Symposium „Theory and Research Methodology in Specific Fields“ gehaltenen Vorträge herauszugeben. Es handelt sich hier um zehn Vorträge und ein „Panel“.
Ernest R. Hilgard leitet ein mit einem Vortrag über „Lawfulness within hypnotic phenomena“. Er entwickelt eine, wie er es nennt, „developmental-interactive theory of hypnosis“. Mit diesem komplizierten Ausdruck meint er nur, daß man, um einen hypnotischen Zustand zu verstehen, einerseits die affektiven Beziehungen zwischen Hypnotiseur und Hypnotisiertem, andererseits die Entwicklungsgeschichte des Individuums kennen muß. Von diesem Prinzip ausgehend, kommt er zu einer komplizierten Beschreibung, die im Wesen nichts Neues enthält. Die Empfänglichkeit für Hypnose bei jungen Leuten wird als konstantes Persönlichkeitsmerkmal beschrieben. Mit Recht wird die Hypnotisierbarkeit nicht an erster Stelle als durch die Persönlichkeitsmerkmale des Hypnotiseurs bedingt dargestellt. Die Methode und das Wechseln des Hypnotiseurs spielen keine Rolle. Dies stimmt auch mit unseren eigenen Beobachtungen überein. Es wird nur amerikanische Literatur berücksichtigt.
In seinem Kapitel „Current problems of physiologic research in hypnosis“ gibt Bernard E. Gorton eine recht unvollständige Übersicht des einschlägigen Schrifttums. Wenn er schreibt, daß es praktisch keine Untersuchungen gibt über das Ausmaß, in dem Suggestion physiologische Erscheinungen auslöst, so ist der Autor anscheinend nicht orientiert. Es ist bedauerlich, daß die europäische Literatur hier nicht berücksichtigt worden ist. Hätte er dies getan, so hätte er nicht geschrieben: „it is a scandal of hypnotic research that we do not possess a single objective investigation of the deepest known stage of hypnosis“.
Es kann im Rahmen dieser Besprechung nicht die Absicht sein, alle zehn Artikel ausführlich zu besprechen. Wir wollen uns daher be