You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der Verf. unternimmt den Versuch einer erkenntnistheoretischen Überprüfung und philosophischen Erhellung des Symbolbegriffs in der Psychoanalyse und speziell der Symbolbegriffe Freuds. Zahlreiche Zitate aus den Originaltexten erleichtern dabei das Verständnis, wobei auch einige historische Irrtümer berichtigt werden. Das Werk ist in vier Abschnitte unterteilt. Im ersten werden die vier verschiedenen Verwendungen des Ausdrucks „Symbol“ bei Freud genannt:
Hysterische Symptome werden als Erinnerungssymbole oder Merkzeichen aufgefaßt.
Seelisches wird durch Physisches vertreten (Konversion), wobei dem Vorgang der Symbolisierung eine wichtige Rolle zukommt.
Gibt es die „Symbolik“ als solche, wie sie sich im Sprachgebrauch findet?, und schließlich
die spezielle Traumsymbolik, welche aber alle Merkmale der Gesamtsymbolik aufweist und damit in ihr aufgeht.
Es ist bekannt, daß Freud die „symbolische“ Traumdeutung (Deutung des manifesten Trauminhalts) weitgehend wegen ihrer Unkontrollierbarkeit ablehnte und sich, im Gegensatz zu früher, z. B. in der Antike, geübten Methoden, den Assoziationen seiner Patienten zuwandte. Er begründete damit eine wissenschaftlich anwendbare Methode.
Im 2. Kapitel stehen die Auseinandersetzungen innerhalb der Psychoanalyse im Vordergrund, die dann zur Abspaltung der verschiedenen Gruppen führten. Der Autor weist nach, daß es dabei im Wesentlichen um die Einführung der Finalität als Deutungsprinzip, vor allem durch Silberer und C. G. Jung, ging,