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Aus dem Institut für Psychotherapie und Tiefenpsychologie e. V., Stuttgart, wird eine Sammlung von neuen Aufsätzen vorgelegt, die sich mit der Familie und ihren Störungsfaktoren beschäftigen.
Graevenitz, J. von: „Ehe im Wandel“. Die Verfn. bringt aus der Sicht der Eheberatung Gedanken über die neue Situation der Ehen bzw. der Menschen, die eine Ehe eingehen wollen. Auf Grund veränderter Normen und Vorstellungen und einer viel größeren Möglichkeit, frei zu entscheiden, ergeben sich neue Ausgangspunkte für das Verständnis. Mann und Frau weisen dabei unterschiedliche Bestrebungen auf.
Leider werden in den Ausführungen psychologische, tiefenpsychologische und religiöse Aspekte vermischt, was das Verständnis der sonst interessanten Thematik etwas erschwert.
Brocher, T.: „Prägende Kindheitserinnerungen — Tor zur Welt“. Brocher betont in seinem Aufsatz die große Bedeutung der frühen Kindheit. Es ist für die Entwicklung des Kindes sehr entscheidend, welche affektiven Beziehungen das Kleinkind zu seiner Umgebung, besonders zu den speziellen Pflegepersonen entwickeln kann. Verf. macht dabei auch auf die Untersuchungen von René A. Spitz, Margaret Mead und Erik Erikson aufmerksam. Die Art der Mutter-Kind-Beziehung hat einen großen Einfluß auf die Bildung der Gemeinschaft. Das Kind andererseits bildet in den ersten Lebensmonaten mit Hilfe der Signale und Reize der Außenwelt, die in erster Linie von der Mutter kommen, sein Ich heran. Sehr klar und übersichtlich werden Grundgedanken über die Entwicklung und ihre Störungen ausgeführt, die in der Psychoanalyse, zum Teil auch in der Psychologie und Soziologie, seit längerem zum gesicherten Wissensbestand gehören.
Berna, J.: „Zur Psychotherapie des Kindes“. Das Referat, aus der Erfahrung eines Kindertherapeuten geschrieben, beschäftigt sich mit den Symptomen, die einer Behandlung zugänglich sind, wobei die den Eltern und Erziehern viel zu wenig bekannten Frühsymptome im Säuglings- und Schulalter ausführlich behandelt werden. Die Spielther