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Dem unter Vorsitz von P. B. Schneider (Lausanne) tagenden Kongreß lagen zwei Leitthemen zugrunde, nämlich die Psychosomatik des Magen-Duodenal-Ulcus und die psychosomatischen Aspekte von Störungen des Verdauungstraktes (außer Ulcus).
Die Verhandlungen zum 1. Leitthema wurden von P. B. Schneider (zusammen mit P. A. Gloor, P. Krieg und J. Villa) durch ein breit angelegtes Literaturreferat zur Psychosomatik des Ulcus eingeleitet. Die Autoren behandelten systematisch und anschaulich bisher erarbeitete Positionen im Hinblick auf die historische Entwicklung, die Psychophysiologie, die experimentellen Befunde, die Konstitutionslehre, die Soziologie, die verschiedenen Konzeptionen der psychophysischen Wechselbeziehungen einschließlich der sog. Persönlichkeitsstrukturen sowie die psychotherapeutischen Gesichtspunkte.
A. Garma (Buenos Aires) exemplifiziert anhand eigener psychoanalytisch untersuchter Ulcuspatienten die Alexanderschen Positionen, also die überkompensatorischen Abwehr- oder Verhüllungstendenzen des Ulcuskranken gegenüber oral-abhängigen Befriedigungen. Leider geht sie jedoch nicht, ebenso wenig wie R. Held, Paris („Masochisme et gastroentérologie“), auf technische Details ein, etwa die recht wichtige Frage, ob man bei Vorliegen eines floriden Ulcus die Analyse beginnen soll, oder etwa die Problematik der analytischen Situation vor und nach vital bedrohlichen Exacerbationen, z. B. einem Blutungsrezidiv bei Duodenalulcus.
Die vorwiegend klinisch-therapeutische und klinisch-prognostische Fragen behandelnden Untersuchungsbefunde mehrerer französischer Arbeitskreise weisen zwar mit den Begriffen „hyperaktive“ und „passive Typen“ sowie der Herausstellung des Begriffes „Abhängigkeitsstreben“ gewisse Anklänge an Alexander auf. Jedoch dominiert das Erfassen manifester psychischer Eigenschaften in Form von Persönlichkeitstypologien und Charakterprofilen unter Vernachlässigung genetisch-dynamischer Funktionszusammenhänge. Das zeigt sich nicht nur bei M. Sapir, F. Reverchon,