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Verf., der seit Jahrzehnten wiederholt zu Problemen der Colitis ulcerosa (C. u.) Stellung genommen hat, legt in der vorliegenden Monographie seine
Erfahrungen mit einer speziellen Behandlung der C.u., nämlich einer „entspannenden Psychotherapie“ dar. Nachdem er zunächst auf die ernste Prognose des Leidens hingewiesen hat, die immer wieder zu mit hoher Mortalität belasteten operativen Eingriffen raten läßt, berichtet er über die sehr guten Ergebnisse seines therapeutischen Verfahrens. Durch die Kombination einer medikamentösen Behandlung (Antibiotica, Sulfonamide, Steroide) mit entspannender Suggestivtherapie (Hypnose, autogenes Training, Massage) konnten bei sämtlichen behandelten 54 Patienten Operationen verhindert werden. Von 45 vergleichbar auszuwertenden Kranken wurden 23 geheilt und 20 bis zur Berufstauglichkeit gebessert entlassen. Dabei hat sich die entspannende Psychotherapie speziell als spätere ambulante Selbsthilfe des Patienten bewährt.
Von entscheidendem Wert ist die Teamarbeit von Arzt, Schwester und Gymnastin, im Sinne der „heilenden Gruppe“ F. Künkels, wie allgemein die gute therapeutische Atmosphäre in der Klinik. In Übereinstimmung mit anderen Autoren rät Verfasser von einer großen analytischen Psychotherapie der C. u., mindestens im 3. Stadium schwerster Krankheitsprozesse ab, in welchem die internistische Klinikbehandlung wegen der stets drohenden Komplikationen ganz im Vordergrund steht. Verf. muß allerdings zugeben, daß bei 40 der 54 Patienten eine weitere psychoanalytische Behandlung zur Konfliktauflösung notwendig war, wie auch 13 Kranke zu einer vorwiegend psychotherapeutischen Nachbehandlung aufgenommen werden mußten.
Die Arbeit des Verfassers ist mit ihren überzeugenden Behandlungserfolgen eine Bestätigung des Wertes pragmatischer Psychotherapieverfahren, wenn sie unter klarer Indikationsstellung in einer psychotherapeutischen Grundhaltung angewandt werden.
Es wäre allerdings zu begrüßen, wenn gerade in dieser Teamarbeit neben den eingehend