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Wer über fundierte Kenntnisse in der Persönlichkeitspsychologie verfügt und das Formdeuteverfahren als diagnostisches Hilfsmittel relativ rasch erlernen möchte, findet in Burgers Arbeit eine didaktisch optimale Einführung, unter gleichzeitiger Anwendung auf die Praxis in der höheren Schule. Der Autor ist ein Meister in der Kunst des Weglassens, wobei er jedoch nicht versäumt, die hintergründige Komplexität des Gegenstandes sporadisch aufzuzeigen. So wird dem Anfänger nie die Freude an der Sache verdorben; zudem kann er seine jeweils erreichte Zuverlässigkeit in der Handhabung der Methode glänzend kontrollieren: die beiliegenden 25 unsignierten Protokolle sind nämlich im Buch voll ausgewertet (einschließlich Kurzgutachten) zu finden!
Auch Burger bringt natürlich eine Reihe (sehr plastisch die Schul-Wirklichkeit einbeziehender) „schöner Fälle“, vergißt aber nicht (wie es sonst die meisten deutschen Autoren bei projektiven Verfahren bislang wenigstens zu halten pflegten, höchstens mit vagen Ausreden operierend: der Test habe sich eben „in der Praxis bewährt“ u. dgl.), eine Validierung durchzuführen, deren Ergebnis (nicht nur für projektive Verfahren, sondern für die gesamte Diagnostik) fast sensationell gut ist: das F+% des Dia-Z-Tests (bei der Aufnahmeprüfung in die 1. Klasse der höheren Schule) ergab (mit 2 Alternativen: unter 80% und über 80%) mit dem Kriterium „6. Klasse erreicht / nicht erreicht“ einen Vierfelderkoeffizient von + 0,81! Damit dürften sämtliche anderen bisher zur Eignungsprognose auf diesem Gebiet herangezogenen Verfahren (vom Urteil des Volksschullehrers bis zu den Intelligenztests) weit in den Schatten gestellt sein. — Die prognostische Valenz eines Einzelzeichens mit einem solch komplexen Außenkriterium über 5 Jahre hinweg legt nahe, das gute F+% (abgesehen vom Maximum bei Depressiven und Zwanghaften) unter anderem vor allem als Zeichen der Ich-Stärke zu interpretieren (siehe dazu etwa Korchin, in Rickers-Ovsiankina, Rorschach Psychology, ). Mit I