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Die 1951 von den Herausgebern gegründete Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Jugendkunde hat sich mit der vorliegenden Schriftenreihe ein Publikationsorgan geschaffen, in der sie über eine Längsschnitt-Untersuchung von 3000 Kindern berichten will.
Das gesammelte Material ist so umfangreich, daß zunächst nur Teilergebnisse publiziert werden können. Längsschnitt-Untersuchungen in der vorliegenden Größenordnung hat es in Deutschland bisher nicht gegeben. Das Verdienst der Herausgeber ist um so größer, als es sich um ein Grundlagenforschungsprogramm handelt, das zu einem Zeitpunkt konzipiert wurde, als die zur Verfügung stehenden Mittel für Soforthilfemaßnahmen geplant waren. Die Bedeutung der bisher vorgelegten Ergebnisse liegt für den neurosenpsychologisch fragenden Untersucher vielleicht gerade darin, daß einige wesentliche theoretische Konzeptionen sich auch auf eine quasi unanalytische Weise verifizieren lassen. Es bleibt zu hoffen, daß auch psychoanalytische Gesichtspunkte — besonders bei den Jahrgängen 1944/45 — im Verlauf der Längsschnittbeobachtungen noch in einer späteren Publikation mitgeteilt werden.
Hagen berichtet zunächst über Probleme der körperlichen Entwicklung. Dabei werden Fragen der Akzeleration, Wachstums- und Reifeentwicklungsbeschleunigung, Konstitutionszuordnung, Proportionsverschiebung, Bedeutung der Übung und Belastung für die Entwicklung des Kindes einer kritischen Durchmusterung aus der Sicht des ärztlichen Längsschnittanalytikers unterzogen.
Die Probleme der Methodik der Längsschnitt-Untersuchungen