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Verf. nimmt in seiner Untersuchung zu den verschiedenen Daseinsformen des unehelichen Kindes Stellung und gelangt dabei zu wesentlichen Korrekturen bisher geläufiger Anschauungen. Er legt seiner Arbeit in sorgsamer Verteilung auf 57 Städte und Landkreise verschiedenster Strukturen eine Auslese der Jugendamtsakten der jeweils dritten bzw. neunten unehelichen Kinder der Jahrgänge 1935 (680) und 1952 (876) zugrunde, womit er einen repräsentativen Querschnitt über die augenblickliche Situation der 21jährigen und 4jährigen unehelich Geborenen erhält. Die Tatsache, daß 1958 590 000 unehelich Geborene in Westdeutschland registriert wurden, unterstreicht die Bedeutung dieser Untersuchung.
Verf. gliedert die Lebensläufe der unehelichen Kinder in folgende neun Daseinsformen auf :
Das legitime Kind bei den verheirateten Eltern (6/10%).
Das illegitime bei den unverheirateten Eltern (1/10%).
Das Stiefkind mit seiner Mutter beim Stiefvater (29/13%).
Das Kind allein mit der Mutter (und deren Familie) (14/15%).
Enkelkinder mit der Mutter bei den Großeltern (10/22%).
Enkelkinder ohne Mutter bei den Großeltern (8/10%).
Pflegekinder ohne Mutter in Pflegestellen (16/8%).
Adoptivkinder (1/4%).