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Bei der Jahrestagung deutscher Psychagogen 1961 in Hannover standen Probleme der frühen Kindheit im Mittelpunkt der Diskussionen. Im einleitenden Referart warnt Schwidder, nur die äußeren Fakten einer Entwicklung (die angeblich geordnete Familie) und nicht die mikropsychologischen Vorgänge um das heranreifende Kind zu registrieren. Er stellt der biologischen Funktionsreifung, für die vornehmlich die klassische Entwicklungspsychologie Interesse zeigt, die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit gegenüber, welche einschließlich der Feldforschung der Anthropologen und Ethnologen das Anliegen der Psychoanalyse darstellt. Er sieht dabei weniger in der abrupten Trennung von Mutter und Kind als in den verschiedenen unterschwelligen Formen „schädlicher Liebesentzüge“ neurosenprägende Einflüsse und erläutert dies an zwölf verschiedenen Beispielen dieser mütterlichen Fehlhaltungen. So bleibt die These Freuds von der Bedeutung der ersten fünf Lebensjahre bestehen, wenn auch die weiteren Entwicklungsphasen des Kindes und Jugendlichen (Erikson) in keiner Weise zu vernachlässigen sind.
Brocher geht in seinem Vortrag auf die von den Anthropologen, Anna Freud, René Spitz und anderen erarbeiteten Thesen über die prägenden Einflüsse in der Phase der ersten Wahrnehmungen des Kindes ein, die weitgehend den späteren Verlauf unbewußten, instinktiven Handelns des Menschen beeinflussen und bis zu krankhaften (psychosomatischen) Reaktionen des Kindes führen. Infolge der differenzierten Funktionen des Menschen in der heutigen technischen Welt ergeben sich ungleich mehr Störungsmöglichkeiten als in früheren Zeitaltern. Verf. plädiert für eine sorgfältige Familienfeldforschung, um neben der vermeintlichen Erbstruktur die durch die Haltung der Umgebung erworbenen Reaktionsbereitschaften des Kindes besser zu erfassen. Er führt sodann am Modell von René Spitz die wichtigsten psycho-toxischen Möglichkeiten einer gestörten Kindesentwicklung auf. Erweist auf die Bedeutung der mit der Geburt des