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Dieses Buch E. Bleulers erlebte 43 Jahre nach der Ersterscheinung eine Wiederauflage, ein Zeichen dafür, daß in dieser Zeit das autistische Denken unter den Ärzten nicht verschwunden ist. In Anerkennung der großen Leistungen der medizinischen Forschung war es der Wunsch E. Bleulers, alle Gebiete der Heilkunde von einem disziplinierten, naturwissenschaftlichen Geist beherrscht zu sehen. Gerade deshalb kritisierte er das verfälschende Wunschdenken, wo immer es ihm entgegentrat, ob in der Forschung, in der Therapie oder in der Lehre. Die verschiedenartigsten Auswüchse des undisziplinierten Wunschdenkens anzuprangern, ist ein Verdienst des Buches, mit aller Eindringlichkeit die Forderung nach einem selbstkritischen, disziplinierten, logischen Denken aufgestellt zu haben, ein weiteres. Eine bittere und unvermeidbare Erfahrung mußte jedoch E. Bleuler schon im Vorwort zur zweiten Auflage aussprechen, nämlich „daß man den Autismus mit Logik nicht direkt bekämpfen kann“. Diese Einsicht erklärt, warum auch spätere Veröffentlichungen ähnlicher Art — z. B. H. Schultens „Der Arzt“ — immer heftige emotionelle Kritik, aber kaum Änderungen und Besserungen hervorrufen. Die Therapie des eigenen autistisch-undisziplinierten Wunschdenkens durch psychologische Bewältigung ist eine Aufgabe, die der Medizin noch immer gestellt ist.