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3. Ambivalenz: Die auffallend starke Ambivalenz ist ein anderer fundamentaler Aspekt der Psychodynamik des Schizophrenen und umfaßt eine Reihe verschiedener typischer Arten schizophrener Kommunikation.
Eine Hebephrene, die ich zwei Jahre lang behandelte, versuchte mir in ihrer üblichen, sehr indirekten Art andeutungsweise zu verstehen zu geben, daß sie gern ihre Heimatzeitung abonnieren wollte. Ich konnte es ihr nachempfinden, als ich die Wichtigkeit ihrer Mitteilung realisiert hatte, und sah ein, daß sie sich während ihres langen Klinikaufenthaltes ohne Zeitung extrem verlassen gefühlt hatte. Ich schlug ihr vor, ihren Stationsarzt Dr. Jones zu bitten, das Abonnement in die Wege zu leiten. Unmittelbar darauf aber sagte sie, daß es verschiedene Dr. Jones gäbe, und daß es für sie so schwer wäre, mit ihnen zu sprechen. Ich glaubte, daß sie in diesem Behandlungsabschnitt, wo ihr jede direkte Kommunikation noch sehr schwierig, wenn nicht unmöglich war, ihr Anliegen noch nicht bei Dr. Jones vorbringen konnte, und sagte ihr, daß ich die Sache mit ihm besprechen wollte. Sobald ich ihr aber gesagt hatte, daß ich mit ihm sprechen würde, begann sie mir nun andererseits ihre Befürchtung klarzumachen, daß es, wenn sie jetzt die Zeitung erhielte, für sie eine große Belastung sein würde, und daß sie die Verhältnisse in ihrer Heimatstadt lieber vergessen wollte. Als ich diese (wie üblich indirekt eingekleidete) Kommunikation verstanden hatte, änderte ich meine Meinung und sagte ihr, ich würde nicht mit Dr. Jones darüber sprechen; wenn sie Lust hätte, sollte sie es selber tun. Hierauf gab sie keine oder nur eine unverbindliche Antwort.
Diese Szene bestätigt ein allgemeines Prinzip, das Burnham in dem Fall eines Schizophrenen beschreibt, mit dem sich seine Arbeit über die Kommunikation mit Schizophrenen hauptsächlich beschäftigt:
„Die Undurchsichtigkeit seiner Sprache konnte als Kompromiß zwischen seinen intensiven Wünschen und seinen gleich großen