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Das analytische Verständnis der psychisch-dynamischen Entwicklung bei schizophrenen Psychosen begreift diese als einen durch mehrere in der Vorentwicklung präformierte Fixierungspunkte gekennzeichneten und bestimmten Regressionsvorgang. Schilder führt zusammenfassend aus, daß die Schizophrenie der allgemeinen Regel folgt, daß die durch den aktuellen Anlaß rückgestaute Libido an Fixierungsstellen durchbricht, daß bei der Schizophrenie das Vorliegen mehrerer solcher Fixierungspunkte, nämlich vornarzißtischer, narzißtischer und nachnarzißtischer Fixierungen, anzunehmen ist, von welchen die vornarzißtische sich freilich einer exakten psychologischen Erfassung und Formulierung zu entziehen scheint; daß die Regression hier zunächst bis zu den primitivsten Stadien, nämlich bis zur narzißtischen Einziehung der Libido von der Außenwelt, fortschreitet, daß schließlich aber ein Restitutionsversuch stattfindet, für den die nachnarzißtischen Fixierungsstellen maßgebend sind, so zum Beispiel homosexuellt Fixierungen für das Steckenbleiben dieses Restitutionsvorganges in der Abwehr durch Projektion in der paranoiden Wahnbildung, wie schon Freud gezeigt hat.
Es fragt sich nun, durch welche Besonderheiten diese Entwicklung ausgezeichnet ist, die es möglich machen, sie gegen andere, ähnliche, aber doch tiefenpsychologisch unterscheidbare und für andere psychische Krankheitsbilder oder Fehlentwicklungen bestimmende und kennzeichnende Entwicklungen abzugrenzen.
Wenn Schilder einerseits ausführt, es sei anzunehmen, daß jeder psychische Konflikt mit einer Rückziehung der Libido ins Ich beginnt und daß dann von dort aus eine Neubesetzung der Objekte erfolgt — daß dies also ebenso auf die Schizophrenie wie auf die Neurose zutrifft, wofür er das Auftreten von Depersonalisationserscheinungen im Beginn beider Erkrankungen als Argument anführt —, so weist er anderseits darauf hin, daß mit der bei der Schizophrenie zu findenden Regression zum Narzißmus auch wesentliche Änderungen im Ideal-Ich und