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Die folgenden Überlegungen sollen einen Suggestionsbegriff entwickeln, der den Bedürfnissen der Psychiatrie entspricht, ohne sich vom wissenschaftlichen Konsens und dem allgemeinen Sprachgebrauch mehr zu entfernen, als die zweckmäßige Gliederung und Begrenzung des Gegenstandes es erfordern. Sie sind zugleich eine Vorarbeit für die systematische Bestimmung des Suggestionsgehaltes und der suggestiven Qualität verschiedener psychotherapeutischer Methoden.
„Suggestion“ist eine besondere Art der Beeinflussung menschlichen Verhaltens und Erlebens (19, 10)2. Einflüsse können sowohl von außen als auch von innen her wirken. Ein Beispiel für letzteres ist Selbsterziehung als gewollte Selbstbeeinflussung. Somit umfaßt auch die Suggestion als ein Sonderfall von Beeinflussung beide Einwirkungswege, die in hetero- und autosuggestiven Vollzügen, einander ergänzend, eingeschlagen werden (62, 12). Einflußnahmen sind entweder auf Herbeiführen erwünschter Verhaltensweisen, auf Erhalten solcher gegenüber Änderungstendenzen oder auf Verändern unerwünschten Verhaltens abgestellt. Was durch inter- oder intrapersonelle Einflüsse im Inneren gebildet bzw. verändert wird, nennen wir„Einstellungen“(25, 17 ff; 53, 200, 323 ff; 68); wie und worauf man eingestellt ist oder eingestellt wurde, bzw. wie man sich selbst einstellt, dementsprechend sieht man sich und seine Umgebung. Die einstellungsbedingte Auswahl der sensorischen Zuflüsse (53, 200) bestimmt die Orientierung und damit die Verhaltensefferenz. Einstellungsänderungen haben Änderungen des Verhaltens und des Erlebens zur Folge. Die Besonderheit suggestiver Beeinflussung soll vorerst durch das Feststellen offensichtlicher Grenzen herausgestellt werden, wobei Sprachgebrauch und etymologische Bedeutung Ausgangspunkt sind.