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Band II der Jonesschen Biographie1 führt den Leser von den Jahren, in denen Freud aus der Isolierung heraustrat () über die Anfänge belebender internationaler Anerkennung () bis zu den ersten inneren Uneinigkeiten unter den nächsten Mitarbeitern, die mit dem Abfall Stekels, Adlers und vor allem des „Kronprinzen“ C. G. Jung () der jungen Psychoanalyse ihre große Sezession brachte; noch heute scheinen die vor fünfzig Jahren aufgebrochenen Gegensätze nichts an ihrer Schärfe eingebüßt zu haben, da doch der Versuch ihrer Versöhnung noch immer ins Unverbindliche führt.—Die „Jahre der Reife“—so Jones—umschließen endlich die Kriegsjahre 1914-1919. Freud, der „in seiner Beurteilung politischer Ereignisse … nicht mehr und nicht weniger Scharfblick als andere (zeigte)“ (S. 204), reagierte auf die Kriegserklärung mit jugendlichem Enthusiasmus (S. 207), wurde aber im Laufe der Ereignisse schon bald wieder Herr seiner militärischen Begeisterung, einem noch nicht ganz untergegangenem Relikt aus seiner Knabenzeit2. Dem Schatten der öffentlichen Opposition konnte Freud nie recht entgehen; Jones widmet ihr ein Kapitel (S. 134 ff.), das man nicht ohne Erheiterung, wenn auch betroffen, lesen kann, und niemand glaube, daß wir uns von jenen patterns of prejudices schon sehr weit entfernt hätten3.
Schon am Anfang des neuen Jahrhunderts stehen für Freud zwei nicht geringe Enttäuschungen: sowohl Breuer als auch Fließ ließen ihn fallen, als er seine. Arbeiten über das unliebsame Thema der Sexualität unbeirrt fortsetzte (S. 15); die endgültige Auflösung der Bindung zu Fließ zog sich allerdings noch bis 1906 hin (S. 27). Andere fanden sich, deren Status zwischen dem des Freundes und dem des lernenden Mitarbeiters oszilliert haben mag: Adler, Kahane, Reitler und Stekel wurden 1902 eingeladen, mit Freud in dessen Haus über seine Arbeiten zu diskutieren (S, 20). Vor allem Stekel scheint das Verdienst beanspruchen zu können, mit Freud zusammen die erste Psychoanalytische Gesellschaft gegründet zu h