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Zacharias geht von der Feststellung aus, seit geraumer Zeit bestünde eine Kluft zwischen dem Bereich des christlichen Glaubens und dem Bereich der „Welt“. Durch diesen Zwiespalt sei es zu einer Profanisierung der Psyche gekommen,
zu ihrer Ausschließung aus dem Heiligtum. Der Verf. zitiert hierzu ein Wort von Jung: „Das Psychische ist nur Natur, und darum kann aus ihm nichts Religiöses hervorgehen, wie man meint. Dabei zögern solche Kritiker keinen Augenblick, alle Religionen—mit Ausnahme der eigenen—aus der Natur der Seele hervorgehen zu lassen“ (alles bisher Zitierte Seite 1). Durch die projektive Haltung gegenüber Ritus und Dogmatik der Kirche bleiben die entsprechenden seelischen Projektionen unbewußt und damit „draußen“, statt daß sie innerlich dem Bewußtsein angereichert würden. „Im Innern regieren archaische Götter wie nur je; d. h. die innere Entsprechung des äußern Gottesbildes ist aus Mangel an seelischer Kultur unentwickelt und darum im Heidentum steckengeblieben.“ Soweit die Lage im Katholizismus nach Jung. „Im Protestantismus kann etwas anderes an die Stelle der inneren religiösen Erfahrung treten: der Glaube. ‚Glaube‘ kann Ersatz für mangelnde Erfahrung sein“, „wenn der Glaube selber dieses Erlebnis geworden ist“ (alles C. G. Jung nach Zacharias, Seite 2). Damit ist deutlich gemacht, um welche wesentliche Problematik es für den religiös wie psychologisch Interessierten hier geht. Aus der gegenwärtigen Zeit des „Gottestodes und Gottverschwindens“ gibt es nach Jung nur einen Ausweg: „die Heimholung der profanisierten Psyche in das Heiligtum“. Also bezeichnet Zacharias seine Thematik (Seite 6): „einmal den Wunsch, die Bedingungen aufzufinden, unter denen die Epiphanie Christi sich heute erneuern kann, sodann die Gewißheit, daß die Jungsche Psychologie diese Bedingungen aufweist“. Der Verf. versucht, „als Theologe und Liturge die Jungsche Psychologie in den Raum der christlichen Theologie und Liturgie zu rezipieren“, wobei für ihn „rezipieren“ heißt: „Auf