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Dieses Buch ist das Resultat einer sorgfältigen Überprüfung der umfangreichen englischsprachigen Literatur eines der meistbenutzten psychologischen Tests in den USA, der bei uns allerdings nur verhältnismäßig selten angewendet wird. Warum der Bender-Gestalt-Test sich so großer Beliebtheit
erfreut und über viele Jahre ein solch brauchbares klinisch-diagnostisches Hilfsmittel geblieben ist, bleibt bisher eigentlich unklar. Wahrscheinlich spielen dabei die Anwendbarkeit bei zahlreichen klinischen Problemen und die Leichtigkeit der Handhabung eine Rolle, womit jedoch die Fragen nur teilweise beantwortet sind. Bisher sind jedenfalls die experimentellen Aussagen dieses Tests noch niemals auf ihre Gültigkeit hin systematisch und kritisch beurteilt worden.
In einem Vorwort umreißt Lauretta Bender, die Urheberin des Tests, die Entwicklung ihres 1929-1930 von Max Wertheimer übernommenen und neu bearbeiteten „Visual Motor Gestalt Test“, erläutert seine wesentlichen Details, seine differentialdiagnostischen Möglichkeiten, und kritisiert die häufig verwendeten unzureichenden Auswertungsmethoden.
Die Verff. haben in äußerst gewissenhafter Arbeit nicht nur den Test selbst, sondern auch seine Verwendung in der Forschungsarbeit kritisch beurteilt. Aus der Zusammenfassung und Schlußfolgerung dieses Buches soll hier nur einiges zur Verdeutlichung herausgegriffen werden.
Man ist von der trügerischen Einfachheit des Tests beeindruckt, die in starkem Kontrast zu den komplexen Funktionen steht, welche der Testperson ermöglichen, die gestellten Aufgaben zu lösen. Die klinische oder subjektive Interpretation des Endproduktes durch den Untersucher stellt eine Synthese auf hohem Niveau dar unter Einbeziehung von Faktoren wie Reife, Persönlichkeitsregression, Gestalt-Prinzipien und Dynamik. In verschiedenen empfohlenen Auswertungsmethoden hat man versucht, die Aufgabe des Klinikers und Forschers dadurch zu vereinfachen, daß man seine Aufmerksamkeit auf spezifische Testmerkmale einstellte und ei