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Der neuartige Neigungs-Struktur-Test ermöglicht dem Psychologen, ein differenziertes Bild der Motive, die das Wollen und Handeln eines Menschen bestimmen, sowie der Beziehungen zu Materialien, zu geistigen, kulturellen und wissenschaftlichen Sachgebieten und zur Umwelt zu erhalten. Die Beziehungen zeigen die Richtung an, in der die Motive wirken können, und geben damit wichtige Hinweise für die Berufswahl.
Der Test besteht aus zwei Einzeltests, die einander überlagert sind. Der eine Test umfaßt 20 Sachgebiete (z. B. Beziehung zu Metall, zu Papier, Lebensmitteln, Kunst, Politik, Mathematik usw.), der andere 20 Tätigkeitsgebiete (z. B. forschen, zeichnen, sammeln, pflegen usw.). Die Sätze, die dem Probanden vorgelegt werden, enthalten je ein Sachgebiet und eine Tätigkeit; und zwar ist jedes Sachgebiet 19mal mit einem der 20 Tätigkeitsgebiete und jede Tätigkeit 19mal mit einem der 20 Sachgebiete kombiniert worden. Die sich daraus ergebenden 380 Sätze werden dem Probanden paarweise mit der Aufforderung dargeboten, sich jeweils für eine der beiden Beschäftigungen zu entscheiden, bzw. diejenige auf einem vorgedruckten Blatt anzukreuzen, die er lieber ausführen würde. So muß z. B. zwischen a: „Die Tierwelt eines Teiches erforschen“ und b: „Kunstgegenstände sammeln“ gewählt werden. Die Vp. wird sich nun für dasjenige der vier Elemente (zwei Sachgebiete, zwei Tätigkeiten) entscheiden, das sie am meisten anzieht; und einmal wird das Sachgebiet, ein anderes Mal die Tätigkeit zugkräftiger sein und die Wahl bestimmen. Sachgebiete und Tätigkeitsgebiete wechseln nach einem mathematischen System ab und sind so gegenübergestellt worden, daß eine bestmögliche Streuung und Differenzierung der Resultate gewährleistet wird.
Da die Sätze bewußt leicht verständlich gehalten sind, kann der Test schon