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Im Rahmen des XIV. Internationalen Kongresses für angewandte Psychologie in Kopenhagen fand auch ein Symposion über Leseschwierigkeiten statt. Da die Arbeit der Symposien in den offiziellen „Proceedings of the XIV International Congress of Applied Psychology“ wegen Raummangels keine Berücksichtigung finden konnte, werden die Ergebnisse dieser Tagungseinheit in diesem Heft gesondert berichtet. Die Leseschwierigkeiten wurden deshalb bevorzugt behandelt, weil die orthographische Schwäche in den meisten Fällen eine Folge der Leseschwäche ist. Es ist jedoch auch ein Symposion für die Rechtschreibeschwäche geplant.
Das Phänomen der Lese- und Rechtschreibeschwäche (Legasthenie) liegt nach U. Bleidick dann vor, „wenn der spezielle Ausfall isoliert bei einer nachweislich normalen und im Verhältnis zur Lesefähigkeit sogar relativ guten Intelligenzhöhe auftritt und nicht mehr durch periphere Faktoren zu erklären ist.“ Im deutschen Sprachraum leiden etwa 2% aller Kinder unter diesen Schwierigkeiten, und in anderen Ländern ist der Prozentsatz teilweise noch höher. Zur Ätiologie dieser Störung sind schon viele Theorien aufgestellt worden, die in einem besonderen Kapitel referiert werden. Bei der Vielfalt der Erscheinungsformen ist es jedoch bisher nicht möglich, hier gesicherte Aussagen zu machen. In einem weiteren Abschnitt werden die sekundären Symptome (wie Konzentrationsschwäche, Schulunlust, Bettnässen, Pavor nocturnus oder aktive Verhaltensstörungen als Kompensation) behandelt, die sich als Reaktion auf das