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Die Probleme, welche das Fernsehen der Kinder in zunehmendem Maße auch in die Erziehungsberatung bringt, darunter auch die nachweislichen Krankheitsschäden infolge eines chronischen „Fernseh-Abusus“, lassen eine wissenschaftliche Bearbeitung als dringend notwendig erscheinen.
Nachdem A. Maier den Leser mit den z. T. schädlichen technischen Auswirkungen des Fernsehens vertraut gemacht hat, nimmt Rintelen zu der unphysiologischen Beeinträchtigung des kindlichen Sehapparates mit nachfolgenden funktionellen Störungen Stellung. Heymann, Herausgeber der Sammelschrift, schildert die „Fernsehkrankheit’: Er sieht bei chronischem Fernsehgebrauch die Gefahr der Lähmung seelischer Aktivität infolge einförmiger Dauererlebnisse und stellt ihr als Gegenpol das schöpferisch tätige Spiel des Kindes gegenüber. Dauerschäden bei Kleinkindern mögen sich dabei vielleicht erst nach Jahren, in Form von Verstimmungen bis zu Depressionen, herausstellen. Im allgemeinen nehmen die. Kinder, analog den Erwachsenen, eine Bequemlichkeitshaltung ein, die auch ihre Einstellung gegenüber den Schulanforderungen bestimmt.
In ausführlicher Erörterung der schädlichen Wirkungen des Fernsehens unterstützt J. Metzger nochmals diese geäußerte Kritik und weist dabei auf zwei wesentliche Probleme des Kinder-Fernsehens hin: nämlich die Bewahrung des Kindes vor schädlichem Fernsehen im häuslichen Milieu, sodann die unzulängliche Gestaltung der speziellen Kindersendungen, bei primär fehlendem Interesse am Kinde.
Flitner, welcher die positiven und negativen Auswirkungen des Fernsehens im Schulbereich sachlich abzugrenzen sucht, sieht die Gefahr desselben in einer Abwertung der Schule als Ort methodischer Erziehung, indem das Kind daselbst fragen lernen und als einem Mittler zwischen Familie und Gesellschaft soziale Erfahrungen sammeln