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Verfasser nimmt als Heilpädagoge zum Spiel des Kindes und dessen Bedeutung im Rahmen der Erziehung Stellung. Er sucht es vom therapeutischen Spiel des neurotischen Kindes abzugrenzen, welches erst zu einem natürlichen, erfüllten Spiel heranreifen muß.
Mit L. Schenk-Danzinger unterscheidet Verfasser beim Kinde Funktionsspiele (ab 3. Monat), Fiktionsspiele (ab 2. Jahr), Konstruktionsspiele (ab 3. Jahr) und Regelspiele (ab 6. Jahr). Letztere ordnen das Kind schon den Gesetzen des Kollektivs unter.
Das Kind kann nur in der Erlebnisfülle, bei einem „Überschuß an Bildern“ spielen. Das Spiel erweitert seine Ich-Sphäre, ermöglicht die Abreaktion von Verdrängtem und kompensiert Mindertwertigkeitsgefühle. Darin liegt sein therapeutischer Wert.
Wenn Verfasser aber die wesentliche Bedeutung des Spieles in der Erziehung zum Willen und Pflege des Gemütes erblickt—wobei er affektiv seiner persönlichen Ansicht einer „Höhenpsychologie“, jene einer „Tiefenpsychologie der Niederungen“ gegenüberstellt —, dann scheint er doch wohl etwas einseitig das Spiel aus der Sicht des Heilpädagogen, lediglich in seinem Wert zur Förderung und Einordnung des geistesschwachen Kindes zu beurteilen, wie allgemein den jüngst von H. Hartmann diskutierten tiefenpsychologischen Aspekten des kindlichen Spiels kaum gerecht zu werden.