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Es ist bisher noch wenig und nie genau beschrieben worden, was als Anfang und was als Ende der Pubertät zu gelten hat. Wohl darum, weil der Übergang ins Erwachsenenalter langsam und unmerklich vor sich geht. Der analytische, Prozeß hat mit dem Wiederauftauchen aus der chaotischen Periode der Pubertät viel Ähnlichkeit und es ist deswegen auch oft schwer, festzustellen, was bei der Analyse von Jugendlichen der natürlichen Reifung, und was der therapeutischen Leistung zuzuschreiben ist. Um das Ich des Pubertierenden von dem des Erwachsenen besser unterscheiden zu können, gibt der Autor einige Eigenschaften an, die er als typisch für die Pubertät empfindet:
Der Pubertand zeigt häufig eine besondere Intensität und Flüchtigkeit in seinen Gefühlen, insbesondere in der frühen und mittleren Adoleszenz. Er zeigt eine große Sehnsucht nach intensiver und erregender Gefühlserfahrung.
Er braucht schnelle Reize und schnelle Befriedigungen. Er wünscht Erregung, Stimulierung, intensive Liebe, aber auch intensive Trauer. Gewöhnlich ziehen ihn subtile Charakterisierungen nicht an, da er sich keine Zeit zum Reflektieren nimmt und die damit verbundenen Befriedigungen nicht kennt.
Die Realitätsprüfung ist weniger gut entwickelt als beim Erwachsenen. Er kann die Folgen seiner Handlungen nicht übersehen und mißversteht meistens die Gefühle oder das Verhalten anderer.
Selbstkritik fehlt meistens. Er ist unfähig, den Gesichtspunkt eines anderen anzunehmen oder sich distanziert selbst zu betrachten.
Der Pubertierende nimmt die Welt um sich herum auf eine andere Weise wahr als der Erwachsene. Seine Umgebung und seine Beziehungspersonen werden nicht als das angesehen und behandelt, was sie wirklich sind, sondern so, wie sie ihm in seiner Phantasie erscheinen. Diese Haltung entwickelt er natürlich vor allem seinen Eltern gegenüber. Was immer sie auch tun mögen, es kann nichts daran ändern, daß er sie auf seine bestimmte Weise sieht, solange seine ödipalen Phantasien sich nicht weiterzuentwickeln und