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Was in verschiedenen Sprachen und bei verschiedenen Gelegenheiten im allgemeinen Sprachgebrauch mit: ich, selbst, mein, je, moi, io, ego, I oder self usw. bezeichnet wird und zur Selbst-Identitäts-Bezeichnung eines Individuums verwendet wird, erweist sich in einer psychologischen und philosophischen Beleuchtung als nicht identisch. Dies ist nicht nur so in bezug auf die Identitäts-Bezeichnung in verschiedenen Sprachen, sondern auch in bezug auf die verschiedenen philosophischen Schulen (idealistisch und materialistisch), die Auffassung von verschiedenen Psychologen und Philosophen (Fichte, Kant, Husserl) und auch bezüglich der Auffassung in verschiedenen Perioden des geschichtlichen Ablaufes. In der jungen, so rasch entwickelten und zivilisatorisch so komplizierten amerikanischen Welt hat die Identifikations-Bezeichnung ein überaus wechselvolles Schicksal gehabt, von dem hier die letzten achtzig Jahre beschrieben werden sollen. Es sei hier einleitend noch darauf hingewiesen, daß das populäre englische „I“ äußerst selten wissenschaftlich zur Identifikations-Bezeichnung verwendet wird, sondern daß meistens das Wort „self“ verwendet wird, das jedoch nicht identisch mit dem deutschen „selbst“ ist. Vielleicht kommt es der im Deutschen weniger gebräuchlichen Kombination „Ich-selbst“ am nächsten.
Die prä-behavioristische Psychologie der amerikanischen Psychologen hat dem Gedankenkreis der europäischen und besonders der deutschen Ich-Psychologen sehr nahegestanden. William James z. B. hat eine der entwickeltsten „Ich“-Psychologien geboten, die im späteren 19. Jahrhundert zu finden sind. In seinem großen zweibändigen Lehrbuch von 1890 widmet er zehn Seiten einer detallierten „Self“-Psychologie, in seinem kürzeren von 1892 sogar vierzig Seiten. Er unterscheidet das „Self“ als Bewußtsein, das er „me“ nennt, von dem „empirischen Ego“, das das „wissende Self“ ist, und von dem „I“ oder dem „reinen Ego“. Daneben wünscht er ein „