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Der Autor wiederholt korrekt und vollständig all jene Meinungen und kritischen Behauptungen, die der Leser bereits von M. Boss und anderen Autoren der daseinsanalytischen Forschungsrichtung in der Psychiatrie und psychosomatischen Medizin gehört hat. Die Konvention der Daseinsanalyse hat sich offensichtlich etabliert: Gefordert wird stereotyp eine „ganzheitliche und unvoreingenommene Sicht“ (S. 8), wie seit jeher geht es der Daseinsanalyse um das „daseinsgemäße Verständnis“ menschlicher Ganzheit (S. 75). Die gleichfalls traditionelle Ansicht, man müsse das unpersönliche gegenständliche Denken der naturwissenschaftlich orientierten Heilkunde zugunsten einer „Ganzheitsschau“ aufgeben (S. 7), nützt sich durch die ständige Repetition eher ab. Daß das kausalgenetische Denken den Phänomenen Gewalt antut (S. 67), wußte man bereits längst vor der Lektüre des Condrauschen Buches; auch, daß der ganze komplizierte und überflüssig-falsche theoretische Oberbau der Psychoanalyse (S. 20) abzutragen wäre, wenn eine fruchtbar-unmittelbare Begegnung von Therapeut und Patient wirklich werden soll. All dies gehört zum klassischen Rüstzeug der Kritik an der Psychoanalyse. Auf Heidegger zurückweisende Formeln wie etwa: Arzt und Patient seien im Wir des menschlichen Mitseins „immer schon“ verbunden (S. 25), sind seit Binswanger und Boss offensichtlich Lerninhalte geworden, jedermann leicht zugänglich und