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Die vorliegende Untersuchung über das Vorkommen psychischer Störungen bei den Egba Yoruba in Tsfigeria (Westafrika) ist sicher ein Markstein in der Entwicklung der sozialen Psychiatrie, der vergleichenden Psychiatrie und der Psychohygiene. Es sei vorausgeschickt, daß der Rezensent nicht sicher ist, ob dieser Markstein an einem gangbaren Weg der Forschung steht, der mit wenig Abweichungen oder Verbesserungen erfolgreich weiter beschritten werden
kann, oder ob die (vorbildlich genau geschilderte) Methode grundlegender Änderungen bedarf, um als Anleitung für spätere Forschungen zu dienen—wofür sie nämlich von den Autoren bestimmt zu sein scheint. Die Untersuchung ist eines der wenigen unentbehrlichen Werke der noch jungen Psychiatrie bei Völkern des afrikanischen Kontinents.
Der Forschungsplan vereinigte amerikanische Psychiater und Soziologen der Cornell University, die von der soziologisch—psychiatrisch—epidemiologischen Untersuchung der Population einer Region auf dem nordamerikanischen Kontinent, des „Stirling County Study“, her zusammen arbeiteten (eine Erfahrung, welche die Methodik bestimmte und Gelegenheit zum Vergleich der beiden so verschiedenen Gesellschaftsgefüge und ihrer psychischen Erkrankungen bot) und afrikanische Forscher, unter der Führung von T. A. Lambo, dem hervorragenden nigerianischen Psychiater. Es wurden 416 psychisch Kranke aus 15 Dörfern in der Nähe von Abeokuta in Westnigeria, in einem Stadtteil von Abeokuta und im Aro Hospital gesammelt und psychiatrisch untersucht. Die Dörfer waren sorgfältig so ausgewählt worden, daß sie soziologisch als repräsentativ für die ganze Gegend gelten konnten, die nichthospitalisierten Kranken wurden aus einem möglichst unausgelesenen repräsentativen Anteil der Bevölkerung ausgezogen. Das eine Ziel der Untersuchung war, zu sehen, ob die in Nordamerika ausgearbeitete Methode auf die Yoruba anwendbar wäre, um das Vorkommen psychischer Störungen innerhalb einer Bevölkerung im Zusammenhang mit den Lebensbedingung