You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Auch die Neuauflage des 1936 erschienenen Werkes nimmt wieder Bezug auf E. Kratzmanns philosophisch-anthropologische Theorien von Weltverneinung und Bejahung in Passivität und Aktivität, Unfruchtbarkeit und Lebenstrieb. Nach Darlegungen zur Wort-geschichte und Ausführungen über die allgemeine Bedeutung der Sucht werden einige Aspekte des „Verhaltens“ (Situation, Stimmung, Temperament usw.) aufgezeigt, „Sucht beschreibt nicht nur ein Verhalten und sein Ziel, sondern enthält auch den Antrieb dazu“ (S. 24). Der Autor versteht sie als ein Geschehen in weitgehender Unabhängigkeit von den entscheidenden Instanzen der Person; daß sich Antriebe zu süchtigem Verhalten durchsetzen, wird in Ursachen gesehen, die auf erbbiologischem, lebensgeschichtlichem und soziologischem Gebiet liegen, sie erfahren