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Es ist unmöglich, den Inhalt dieser „Reden und Vorträge“ ganz wiederzugeben. Sie sind so gedankenreich und ihre Form ist so komprimiert, daß der Versuch einer Zusammenfassung dem beabsichtigten Ziel der Verff. Abbruch tun würde. Nach einer kurzen Gesamtwürdigung des Buches werde ich dasjenige darstellen, was mir besonders bedeutungsvoll erschien.
Das Buch richtet sich nicht allein an Philosophen und Soziologen, sondern zweifellos sollte jeder, der um Erkenntnis des Menschen bemüht ist, sich mit dieser Arbeit der Verf. vertraut machen. Die Reden und Vorträge sind wert, gelesen, wiedergelesen und immer erneut zu Rate gezogen zu werden. Soviel Literatur wird als fundamental angepriesen: dieses Buch ist fundamental. Im folgenden will ich versuchen, meine Beurteilung zu begründen.
Die Lektüre dieses Buches ist nicht so sehr darum empfehlenswert, weil es in einer von großer Fachkenntnis zeugenden Weise soziologisches Wissen vermittelt—schon das allein würde allerdings seine Bedeutung ausreichend begründen —, sondern vor allem, weil es in treffenden und fesselnden Formulierungen grundlegende Einsichten vermittelt. Diejenigen, die meinen, daß sich die deutsche Sprache besser zum Ausdruck von Tiefsinnigkeiten eignet als für die Vermittlung klarer Einsichten, können sich durch die Lektüre dieser Arbeit davon überzeugen lassen, daß sie sich irren. Die fundamentale Bedeutung dieses Buches besteht darin, daß auf eine Reihe von Vorurteilen hingewiesen wird, die, wenn sie nicht erkannt werden, die Wissenschaftlichkeit der Wissenschaft im allgemeinen und der