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Es sei kurz auf ein Buch hingewiesen, das für jeden unentbehrlich ist, der sich mit irgendeiner Frage der Menschenkunde auf dem afrikanischen Kontinent befaßt—sei er nun Soziologe, Volkswirtschafter, Journalist, Politiker oder was immer.
Der bekannte Ethnologe und Afrikanist faßt in meisterhafter und leicht verständlicher Weise zusammen, was von den menschlichen Einrichtungen Afrikas bekannt ist; er verfolgt das Ziel, die Linien zu ziehen, die im fieberhaft einsetzenden Kulturwandel der afrikanischen Völker weiter verfolgt werden müssen, um zu erkennen, was im einzelnen und im ganzen vorgeht. Geschichte, Wirtschaft und Kulturkunde kommen ebenso zur Geltung wie Fragen der Politik, der Schulbildung oder der Religion. Auf eigentlich psychologische Fragestellungen läßt sich der Autor nicht ein, gibt aber eine solide und genügend breite soziologische Basis für die psychologische und psychohygienische Forschung.
Aus einer Fülle von Wissen wird die Vielfalt der afrikanischen Ethnien (mit ihren spezifischen Zügen und den ihnen eigentümlichen Entwicklungen) verfolgt, um immer wieder auf Gemeinsamkeiten verschiedener geographischer, kultureller und historischer Gruppen und schließlich auf kontinentale Gesamterscheinungen hinzuweisen. Die Karte (S. 57) über die zehn „culture areas“ (zusammengehörige Bereiche bewohnt von Völkern mit verschiedenem Gesellschaftsgefüge) Afrikas und ihre Ableitung und Beschreibung ist nach Meinung des Rezensenten der erste gelungene Versuch, in die Vielfalt der Völker und Kulturen Afrikas eine Ordnung zu bringen, die sich nicht nach willkürlich herausgegriffenen Einzelzügen orientiert, sondern nach allen wichtigen Merkmalen. Studiert man die Ethnologie irgendeines Volkes oder Stammes, kann man leicht die Probe aufs Exempel machen: Man wird jedesmal die Merkmale der „area“ finden, der es zugehört; umgekehrt läßt die Einteilung Voraussagen zu, welche Charakteristik eine Kulturgemeinschaft haben wird, die in einer bestimmten „area“ beheimatet ist.
Besond