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Die „Angewandte Psychologie“ hat sich aus vielen einzelnen Bestrebungen entwickelt, die Ergebnisse der relativ jungen Disziplin für die Praxis und Organisation des Arbeits- und Wirtschaftslebens nutzbar zu machen. Was ihr an Sachbereichen der psychologischen Forschung jeweils zugewiesen wird, mag von Autor zu Autor schwanken: Fr. Dorsch ist dem, was zu ihrem historischen Aufgabenbestand gehört (Eignungsdiagnose, Berufsberatung, Arbeits- und Berufspsychologie usw.) in seiner Darstellung wohl gerechter geworden als ihren neuesten Zweigen, die ihm nur als „Grenzgebiete“ erscheinen (Wirtschaft, Werbung, Meinungsforschung usw.).
Ein Schönheitsfehler dieser sonst so dankenswerten zusammenfassenden Darstellung dessen, was als „Angewandte Psychologie“ bezeichnet werden kann, ist überhaupt eine gewisse Nachlässigkeit in bezug auf das Gegenwärtige: Der „Stand der angewandten Psychologie an den Hochschulen der deutschen Bundesrepublik“ (S. 100 f.) hätte doch wohl ohne besondere Mühe auf den jüngsten Stand gebracht werden können.