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Das kleine Werk erschien zuerst 1928, drei Jahre nach E. Goldbecks Pensionierung (siehe im Schlußabsatz die biographischen Daten). Die im Laufe einer mehr als 30jährigen Lehrtätigkeit von Goldbeck zusammengetragenen Beobachtungen beziehen sich auf Wesenzüge des Kindesalters und der Reifezeit. Der Verf. betont, er sei nicht berufen, eine Psychologie des Kindesalters zu schreiben, auch „kam es nicht dazu, denn das Amt des Lehrers und das des Schulleiters füllt einen ganzen Mann aus, ja, wenn man will, auch ihrer zwei“. Ferner meint er, „nicht eigentlich für die Fachpsychologen geschrieben zu haben“, und „nur ein kleiner Teil der Welt des Knaben … werde beleuchtet, eben der, den (er) selbst gesehen habe.“ (S. 14 und 15.)
Der Schwerpunkt der Goldbeckschen Psychologie liegt in der Beschränkung auf authentische Beobachtungen und Vermeidung verallgemeinernder Rückschlüsse auf Verhaltensnormen. Außer über „die Kinderängste“ hat Goldbeck keine Theorien aufgestellt, er beschränkt sich auf die Phänomenologie kindlicher Wesenszüge. Die Mitteilungen und Gedanken des Buches werden in vertikaler Aufteilung referiert: 1. Die Spiele der Knaben, 2. Verhaltensmerkmale des Knaben, 3. Normale Kinderängste, 4. Wesenszüge der Reifezeit. Es folgen biographische Daten.
Hier gemeint sind unkonventionelle Knabenspiele außerhalb der Schule und Elternkontrolle; nur was unbeobachtete Kinder „treiben“, interessiert Goldbeck. In der Freiheit und im Verbotenen liegt der besondere Reiz, und auch der tiefe Wert dieser Spiele, in denen Goldbeck den Ausdruck des „Eigenlebens der Kinder“ sieht. Die Beobachtungen fanden in abgelegenen Parks, am unbewachten Spreeufer und auf Bauplätzen, oder abends auf der Straße statt. Goldbeck „erzählt“ mit beachtlicher Einfühlung, was die kleinen Jungen alles „spielen“ und „anstellen“, welche inneren Erlebnisse dieses Spielen
hervorrufen und tragen. Hier nur einige Beispiele:
Kinder bemächtigen sich abends abgestellter leerer Wagen, turnen darauf herum, jeder der Beteil