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Der Verf. will als Schüler von Piaget mit seinem Buch zum besseren Verständnis der Genfer Psychologenschule im deutschen Sprachraum beitragen. Aebli führt in der vorliegenden Arbeit den Entwicklungsbegriff seines Lehrers mit seiner „multifaktoriellen Theorie der Entwicklung“ fort und überwindet
damit gleichzeitig Schwierigkeiten, die dadurch aufgetreten waren, daß Piaget den Lernprozessen in der geistigen Entwicklung und im entwicklurigspsychologischen Feld nicht genügend Rechnung trug. Im zweiten, experimentellen Teil seines Buches untersucht der Verf. die logischen Strukturen, die den Denkoperationen und Begriffen innewohnen. Aebli beweist mit seinem Experiment, daß die Faktoren der Anschaulichkeit und die Zahl der „Wiederholungen wirkliche Verschiebungen in der Strukturhöhe der Operationen zu erzeugen vermögen. Damit stellt—nach Aebli—die „geistige Kraft“, die einem Menschen zur Verfügung steht, um Probleme zu lösen, eine quasi konstante Quantität dar. Die Erhöhung des Schwierigkeitsgrades eines Faktors zieht eine Senkung der Leistung unter einem anderen Aspekt nach sich. Diese geistige Kraft nimmt im Verlauf der kindlichen Entwicklung zu. Auch die Fähigkeit, immer abstraktere Probleme zu lösen, ist nach der Auffassung des Verf.—auf Grund der Konklusionen aus seinen Experimenten—ein Ausdruck dieser wachsenden geistigen Kraft. Andere Erklärungsmöglichkeiten für diesen Vorgang, der im psychologischen Alltag eine große Rolle spielt, werden nicht diskutiert.