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In der Psychoanalyse tritt der Begriff der „Abwehr“ als allererster Vertreter einer dynamischen Auffassung des Seelischen auf. Freud formuliert,„daß er die allgemeine Bezeichnung für alle die Techniken sein soll, deren sich das Ich in seinen eventuell zur Neurose führenden Konflikten bedient.“
Abwehrmechanismen dienen dem Schutz des Ichs gegen Triebansprüche, und bestimmten seelischen Affektionen entsprechen für sie charakteristische Abwehrorganisationen. So bedient sich die Hysterie der Verdrängung als Abwehr; die Zwangsneurose arbeitet mit der Regression, der reaktiven Ich-Veränderung (Reaktionsbildung), der Isolierung und dem Ungeschehenmachen. Andere Abwehrmechanismen sind Introjektion oder Identifizierung und Projektion bei Eifersucht, Paranoia und Homosexualität; Wendung gegen die eigene Person und Verkehrung ins Gegenteil wurden als„Triebschicksale“beschrieben; schließlich kennen wir in der Psychologie der Normalen die Verschiebung des Triebzieles, die Sublimierung als Abwehrorganisation1.
Die Triebabwehr geschieht aus dreierlei Gründen. Insbesondere beim Kind hat sie zum Zweck, Realunlust und Realgefahr abzuwenden, die sich als Gegenreaktionen der Umwelt einstellen, sobald den Trieben Aktionsfreiheit gewährt würde. Das Ich des erwachsenen Neurotikers wehrt die Triebansprüche darum ab, weil sie mit dem strengen Über-Ich (Gewissen, Moral usw.) in Konflikt stehen. Aus demselben Grunde, nämlich um den Konflikt zwischen Trieb- und Über-Ich-Ansprüchen zu lösen, bedient sich der Normale der Sublimierung. Endlich wehrt das Ich die Triebe noch aus Angst vor der Triebstärke ab; warum es dies tut, ist dunkel geblieben; wir wissen nur, daß bei freiem Gewährenlassen der Triebe das Ich angsthaft seine Überwältigung und Vernichtung oder, um mit Waelder zu sprechen, die Gefahr erwartet,„in seiner Organisation zerstört, überflutet zu werden.“
Zu diesen drei Gründen für die Triebabwehr kommt mit dem entwickelteren Ich ein weiterer hinzu: dessen Bedürfnis nach Synthese. Alle see