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Sie werden alle die Äußerung Freuds (in den Briefen an Wilhelm Fließ) kennen:„Was ich gefunden habe, ist wohl weder ein Kreuzer noch eine Million, sondern ein Klumpen Erz mit unbekannt wie vielen edlen Metallen.“
Die erste Veröffentlichung über die Psychotherapie eines„nervösen“Kindes —„Analyse der Phobie eines 5jährigen Knaben“— stammt von Freud selbst . Wir kennen diesen Patienten alle unter dem Namen„der kleine Hans“. Liest man Freuds Einleitung zu dieser Krankengeschichte, so kann man — unter Anwendung des oben erwähnten Zitats — den Eindruck haben, daß er selbst sich über die Qualität des Metalles, das er vorlegte, nur zum geringsten Teil klar gewesen ist; in der Epikrise nennt er die drei Richtungen, nach denen er seine Beobachtung einer Phobie zu prüfen habe:
„inwieweit sie die Behauptungen unterstützt, die ich in den “Drei Abhandlung zur Sexualtheorie”, 1905, aufgestellt habe“; — also theoretisch,
„was sie zum Verständnis der so häufigen Krankheitsform zu leisten vermag“; — also klinisch,
„was sich ihr etwa zur Aufklärung des kindlichen Seelenlebens und zur Kritik unserer Erziehungsabsichten abgewinnen läßt“.
Es wird zwar von Freud festgestellt, daß die Phobie eine bei Kindern sehr häufig anzutreffende Krankheitsform ist, und das Krankheitsbild wird präzise durchleuchtet. Es ist aber auffallend, daß Freud an keiner Stelle eine Konsequenz auch nur anzudeuten scheint, die für uns heute selbstverständlich ist: diese häufigen kindlichen Erkrankungen theraputisch anzugehen.
Diese Zurückhaltung wird verständlicher, wenn wir uns seine Äußerung zu dem dritten Punkt ansehen:
„… so haben die durch die Psychoanalyse gewonnenen Aufklärungen über die Herkunft der pathogenen Komplexe und über den Kern einer jeden Neurose eigentlich den Anspruch, vom Erzieher als unschätzbare Winke für sein Benehmen gegen das Kind gewürdigt zu werden. Welche praktischen Schlüsse sich hieraus ergeben, und inwieweit die Erfahrung die Anwendung derselben innerhalb unserer sozialen Verhältnisse rech