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Mit diesem Werk, dessen 1. Auflage 1934 erschien und das jetzt in einer zweiten, neubearbeiteten Fassung herausgegeben wurde, verfolgt der Autor das Ziel, eine ausführliche Darstellung der Methode der Psychoanalyse zu geben. Die Neuauflage dieses nicht mehr erreichbar gewesenen Buches im gegenwärtigen Zeitpunkt ist auch deswegen besonders begrüßenswert, weil der Widerstand gegenüber der Psychoanalyse allmählich etwas nachzulassen scheint und vor allem in Kreisen des akademischen Nachwuchses ein Bedürfnis nach systematischer Information besteht. I. Hermanns methodologische Untersuchung, zusammen mit R. Waelders „Grundlagen der Psychoanalyse“ und D. Rapaports „Struktur der psychoanalytischen Theorie“ sind als grundlegende Werke besonders geeignet, das wissenschaftliche Instrument „Psychoanalyse“ kennenzulernen. Hermann hat seine Darstellung in drei Kapiteln systematisiert: 1. die Beschaffung des Materials, 2. die Verarbeitung des Materials, 3. die Kontrolle.
Im 1. Kapitel wird die „psychoanalytische Konstellation“ mit ihren Implikationen behandelt, wobei im einzelnen auf die analytische Grundregel, den Vorgang der freien Assoziation und die psychischen Prozesse im Patienten sowie im Analytiker eingegangen wird. Die Verarbeitung des gewonnenen Materials hängt eng zusammen mit der psychoanalytischen Auffassung der Determination und Kontinuität alles seelischen Geschehens, Voraussetzungen, denen der Autor in seiner Darstellung breiten Raum gibt. Ausführlich schildert er die Funktion des „Sinn-Organs“, mit dessen Hilfe der Analytiker den analytischen Prozeß verfolgt und die Grundlagen für sein deutendes, „sinngebendes“ Eingreifen erwirbt. Im Anschluß daran werden Fragen des Aufbaus wissenschaftlicher Feststellungen und Leitlinien der psychoanalytischen Erklärungsweisen erörtert. Schließlich vermittelt der Verfasser im letzten Kapitel seine Auffassung über die gegenwärtigen und die anzustrebenden Möglichkeiten zur Definition und kontrollierten Verwendung psychoanalytische