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Frosch, Ross und Mitarbeiter unterziehen sich seit Jahren der schwierigen, zeitraubenden, aber dankenswerten und wichtigen Aufgabe, einen Überblick über die psychoanalytischen Neuerscheinungen
zu geben. In ihre Jahresberichte suchen sie alle zugänglichen, streng psychoanalytischen Arbeiten aufzunehmen. Für den jetzt vorliegenden siebten Band, der das Schrifttum des Jahres 1956 auswertet, wurden die Arbeiten aus 28 amerikanischen, englischen, französischen und deutschen Fachzeitschriften gesichtet. 380 Veröffentlichungen sind referiert; unter ihnen befinden sich 9 Monographien.
Die Einzelreferate sind nicht locker aneinandergereiht, sondern inhaltlich geordnet, in Einzelkapiteln nach Art von „Sammelreferaten“ zusammengefaßt, was den Gebrauch des Buches besonders lohnend und anregend macht. Die Titel der zehn Hauptkapitel sind: Geschichte der Psychoanalyse, Kritik, theoretische Arbeiten, klinische Arbeiten, Traum, psychoanalytische Kinderpsychiatrie, Therapie, psychoanalytische Ausbildung, angewandte Psychoanalyse, psychoanalytische Bücher. Das gesamte Feld der Psychoanalyse wird abgeleuchtet. Das Arbeiten wird durch übersichtliche Untergliederungen, Zusammenfassungen und ein ausführliches Register erleichtert.
Diese Jahresberichte sind für jeden in der Psychoanalyse Tätigen oder an ihren Problemen Interessierten eine große Hilfe. Sie vermitteln die erste Kenntnis des Neuerarbeiteten. Man kann sich ein Bild darüber machen, welche Arbeiten man im Original nachlesen sollte und welche man übergehen kann. Bedauerlicherweise verzögert sich die Herausgabe der Einzelbände — infolge des erforderlichen immensen Arbeitsaufwandes — immer mehr. Band I, der die Literatur des Jahres 1950 zusammenfaßte, erschien bereits im Jahre 1952; der jetzt vorliegende Band bleibt fast acht Jahre hinter der Veröffentlichung der Originalarbeiten zurück. Wenn die Berichte dadurch auch an Aktualität verlieren, bleibt der große Wert als Nachschlagewerk dennoch erhalten.