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Von Psychoanalytikern (Alexander, French, Stone, Schmideberg, Menninger, Ruffler, Malan, Balint) wurde immer wieder die Methode einer Kurztherapie gefordert. Insbesondere Analytiker, die in einer Klinik arbeiten (Ehebald), setzten sich dafür ein. Maeder, der C. G. Jungs Psychologie nahesteht, kann hier einen nicht unbedeutenden Beitrag leisten.
Der Autor vermerkt die Bemühungen in der Psychoanalyse, interpretiert sie aber überspitzt als „eindeutig im Zeichen einer Reaktion gegen die klassische lange Psychoanalyse“. Fraglich ist auch seine Ansicht, daß eine Haltung der Aktivität wirklich das Ausschlaggebende bei einer Kurztherapie sei wie bei den Versuchen von Rank und Ferenczi. Der Autor handelt aber unter der Flagge einer guten Sache, wenn er sich leidenschaftlich und etwas suggestiv gegen „erstarrte Regeln“ wendet.
Das Wertvollste an diesem Buche sind die drei ausführlichen und die drei kurz skizzierten Fallberichte. Es handelt sich 1. um einen narzißtischen 26jährigen Mann mit Zwangserscheinungen und depressiven Zuständen, 2. um eine 17-jährige Gymnasiastin mit Parese und Neuralgie des rechten Armes und 3. um einen 32jährigen Studenten mit Arbeitsstörung, Schlaflosigkeit und Kontaktschwierigkeiten.
Die erste Behandlung dauerte zwei Jahre (33 Sitzungen). Bearbeitet wurde der Aktualkonflikt mit einer Freundin und der Narzißmus in der Übertragung.