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Jay Haley ist Herausgeber der Zeitschrift „Family Process“ und Research Associate am Mental Research Institut in Palo Alto. Zusammen mit Gregory Bateson, Don Jackson und deren Mitarbeitern studiert und therapiert er seit etwa zehn Jahren die Familien Schizophrener. Er hat Hypnose, direktive Kurztherapie, Eheberatung und Familientherapie sowohl selbst ausgeübt als gelehrt. Vor allem aber hat er sich mit den Gesetzen menschlicher Kommunikation beschäftigt. Dabei bezog er vor allem zwei Gesichtspunkte ein: zum ersten moderne kybernetische Vorstellungen und zum anderen Russels und Whiteheads Untersuchungen über logische Typen. Von hier aus öffnete sich ein besseres Verständnis vieler Aspekte menschlicher Kommunikation. Insbesondere erhellte sich die Weise, in der Aussagen über Aussagen gemacht werden können und wie diese einander qualifizieren. Das sog. Russelsche Paradox läßt sich, das zeigte sich in diesen Überlegungen, auch in vielen alltäglichen Kommunikationssituationen konstellieren. Entscheidend ist dabei, wie die jeweilige Aussage qualifiziert wird. Zum Beispiel sind bereits relativ einfache Aufforderungen wie „Gehorche mir nicht!“ prinzipiell unbefolgbar. (Indem der Betreffende nicht gehorcht, gehorcht er.) Auf Grund dieser Überlegungen kamen Bateson und seine Mitarbeiter zur Begriffsbestimmung des sog. Double-Bind (Beziehungsfalle, Zwickmühle), der einen wichtigen Aspekt insbesondere schizophrenen Verhaltens durchsichtig macht.
Dieses Buch geht nun in vieler Hinsicht