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Die psychologische Situation alternder Menschen und der aus ihr resultierende Lebensstil werden ausführlich dargelegt. Besondere Berücksichtigung erfahren hierbei die fehlgehende Autoprotektion (inadäquates, neurotisch verfestigtes Leistungsstreben, das über Formalismen des Verhaltens oft bis ins Anankastische reicht) und die pseudojugendliche Daseinsgestaltung (larvierte Lebensgier, hoffnungslose Leere, verdrängte Todesangst). Aus ihnen werden auch die „Einigelung“ des Subjekts, die, Ambivalenz zur Umwelt und die Entwicklung von Wertattrappen verständlich; die autoprotektiye Abwehr wird zudem nicht selten zum affektintensiven Anspruch modifiziert, die Unangepaßtheit des Verhaltens erlaubt oft keinen Rückgriff auf die eigene Vergangenheit, der Mensch wird zum „ geschiehtslosen Wesen“. Der Psychotherapie alternder Menschen stehen vornehmlich die organisch bedingte verminderte Wandlungsfähigkeit, die Erstarrung des charakterlichen Grundgefüges und die Anfälligkeit für Gewohnheitsbildungen wie auch jene aus lebenslanger Anpassung entstandenen Verhaltenskonstanten entgegen; morphologisch fundierte