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Verf. berichtet über eine „planmäßige Ganzheitsbehandlung“ schizophrener Menschen, wie sie seit etwa einem Jahrzehnt an der Psychiatrisch-neurologischen Universitätsklinik in Wien entwickelt wurde. Diese Behandlung gründet sich auf das folgende theoretische Konzept: Die Krankheit Schizophrenie ist eine „erbgenetisch präformierte Enzymopathie“, die in einer Katästro-phensituation i. S. Hoffs und aufgrund
eines Auslösers manifest wird. Bedeutsam für die Entstehung individueller Katastrophensituationen sind Erlebnismodelle, die während der frühkindlichen Entwicklungsstadien (i. S. der Psychoanalyse) erworben wurden und im späteren Leben, d. h. nach einem Latenzstadium, aufgrund aktueller Konflikte eine Neurose entstehen ließen. Auf eine schizophrene Psychose hinzielende psychodynamische Sonderkonstellationen werden verneint. Als Auslöser in derartigen Katastrophensituationen wirken aktuelle, unspezifische Belastungen physischer und psychischer Art.
Ist die Fermentstörung im Bereich bestimmter. Ganglienzellverbände ausgelöst worden, so wird der Erlebnisvollzug formal meist in dreifacher Weise abgewandelt: Im Sinne 1. der inneren Flüchtigkeit, 2. der Störung der Stetigkeit und 3. der Aufhebung der inneren Gliederung. Die Persönlichkeit reagiert auf diese spezifischen, formalen und außerbewußten Störungen des Erlebnisvollzugs gemäß ihrem „zonalen Aufbau“ mit ihren „hierarchisch geordneten Abwehrmechanismen“. Im einzelnen bedeutet dies folgendes: Je primitiver die zur Abwehr eingesetzten Zonen der Persönlichkeit sind, um so akut-psychotischer, und zwar in Richtung auf eine bedrohliche Katatonie, entwickelt sich die schizophrene Symptomatik. Reagieren andererseits hoch-differenzierte Bereiche der Persönlichkeit auf die Katastrophensituation, so kommt es zu einer blanden Schizophrenie oder Paranoia. Jedes Einzel-symptom erlaubt somit Rückschlüsse auf den Grad und die Art der Persönlichkeitsreaktion.
An Hand eines großen Erfahrungsgutes gelangte der Verf. zu einer neuen Einte