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Ein zweijähriges Kind wurde während des ersten Jahres seines Kindergartenbesuches im Elternhaus und im Kindergarten beobachtet, um die Reaktionen eines Kleinkindes auf die erste, die sich wiederholende und schließlich zur Routine werdende Trennung von der Mutter und deren Auswirkungen auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung genau zu studieren. Die Verfasserin ist mit der Familie des Kindes befreundet, wodurch ihr die Beobachtung des Kindes im häuslichen Milieu ermöglicht wurde. Dabei fielen störende Faktoren, die durch die Gegenwart eines Fremden in eine Familiensituation eingeführt werden, weg.
Trotz der steigenden Anzahl von Studien, die während der letzten Jahre über Beobachtungen einer Trennung von Mutter und Kind veröffentlicht wurden, mangelt es doch an detailliertem Material über die Reaktionen normaler Kinder innerhalb der Familie auf ihre ersten, natürlichen, täglichen Trennungserfahrungen. Dieser Bericht, der sich aus sorgfältigen Beobachtungen der Mutter und der Kindergärtnerin und Direktbeobachtungen durch die Verfasserin zusammensetzt, bietet hier einen wertvollen Beitrag. Die in regelmäßigen, kurzfristigen Zeitabständen mit der Mutter und der Kindergärtnerin geführten Gespräche wurden genau protokolliert und in dem Buch wiedergegeben. Das Ergebnis ist ein wahres und informatives Bild des kleinen Mädchens zu Hause und im Kindergarten und zeigt, wie das Kind mit dem Erlebnis der Trennung von der Mutter fertigzuwerden versucht. Ergänzend wurden noch Nachuntersuchungen des Kindes bis zum 8. Lebensjahr angefügt.
Die Verfasserin leitet von diesem Material eine Anzahl von Hypothesen ab, die sicher noch weiterer Untersuchung bedürfen, insbesondere im Hinblick auf die eventuell mögliche Verminderung der traumatischen Wirkung der Trennung.