You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Verf. bespricht die Problematik des Hellsehens. Andere parapsychologische Probleme werden nur gestreift.
Nach einer Einleitung über Sinnestäuschungen und Suggestion zeigt Verf., wie diese Phänomene beim Hellsehen Bedeutung gewinnen. Er zeigt, wie man das Phänomen Hellsehen durch die statistische Häufigkeit von Treffern bei verschiedenen Hellsehern nicht verstehen kann. Er selbst hat erstmals in der Parapsychologie die Mentalität der Überzeugten untersucht. Er kann nachweisen, daß der Hellseher sich bewußt oder unbewußt dadurch Erfolge verschafft, daß er sich die Mentalität des Publikums zunutze macht. Verf. hat jahrelang Experimente gemacht, indem er selber den Hellseher imitierte. Er tat dies, indem er frei erfundene Aussagen machte. Zur besseren Dokumentation hat er diese schließlich vor Auftreten vor einem Publikum auch noch schriftlich fixiert. Er hat dann die Reaktionen des Publikums geprüft und festgestellt, daß er ebensoviel Erfolge hatte (manchmal sogar noch bessere) wie berufliche Hellseher.
Verf. hat dann die Arbeit von zwei Hellsehern überprüft, bei denen Wissenschaftler erwiesenes Hellsehen gefunden haben wollen. Er kann überzeugend nachweisen, daß in beiden Fällen entweder eine Überprüfung unterlassen wurde oder daß bewußte bzw. unbewußte Täuschungen vorgelegen haben. Zahlreiche Aussagen, die als Hellsehen gelten, gründen sich nämlich nur auf Angaben von Versuchspersonen des Publikums, welche ungenügend waren. Ähnlichkeiten oder fehlende Details wurden durch den Wunsch der Versuchspersonen nach richtiger Aussage des Hellsehers dann als Übereinstimmung ausgegeben. (Z. B.: „Sie hatten als Kind einen Unfall“ — wurde bejaht, während nur beinahe ein Unfall vorlag oder ein solcher nur mit angesehen wurde.) Viele Aussagen beruhen sowieso nur auf Zufall, weil es sich um ubiquitäre Ereignisse handelt.
Verf. untersucht kritisch den Aussagewert von Statistiken und deren Verifizierung durch die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Er weist überzeugend nach, daß ein Zufall eig